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GEFÖRDERTE PROJEKTE

Die Quartiersarbeit im Stadtteilverein unterstützt jedes Jahr aus Projektmitteln kleine Vauban Projekte und Initiativen, mit durchschnittlich 500 Euro. Die Gelder werden im Rahmen des Zuschusses der Stadt Freiburg je zur Hälfte vom Beirat der Quartiersarbeit und vom Vorstand des Stadtteilvereins vergeben. Eine Auswahl geförderter Projekte wird hier vorgestellt.

BILA – BÜNDNIS INKLUSION LOKAL AKTIV

 

Die Quartierarbeit Vauban trägt gemeinsam mit der Lebenshilfe Breisgau gGmbH und dem Kinderabenteuerhof e.V. das inklusive Projekt BILA. Dieses von Aktion Mensch geförderten Projekt
will die Menschen, Vereine, Einrichtungen, Bildungsträger, Unternehmen und Geschäfte in Freiburg-Vauban und den angrenzenden Quartieren vernetzen. Ziel ist es, gemeinsam ein inklusives Zusammenleben zu fördern und die die gesellschaftliche Vielfalt vor Ort weiter zu entwickeln.

Mehr zu BILA finden Sie auf der Website der Lebenshilfe Breisgau.

 

WANDELGARTEN VAUBAN

Urbanes Gärtnern für einen nachhaltigen städtischen Wandel

Der WandelGarten Vauban ist ein hervorragendes Beispiel für einen sozial und ökologisch nachhaltigen Umgang mit der Natur rund Freiburg im Rahmen der Bürgerbewegung Transition Town Freiburg: Seit 2013 gedeiht auf einem Gelände des Vereins für autofreies Wohnen e.V., nahe der Straßenbahnh-Endhaltestelle im Westen Vaubans, ein offener Garten, an dessen Gestaltung jede/r Interessierte teilhaben darf. „Urban Gardening“ verzichtet auf Zäune und stellt der Gemeinschaft im Öffentlichen Raum eine Gartenfläche zur Verfügung, an der Gartenfreunde aus Vauban und Umgebung durch Geben und Nehmen teilhaben.

Stadtteilverein Vauban e.V. / Quartiersarbeit Vauban haben diese Initiative finanziell und organisatorisch unterstützt – hier ein Rückblick auf den von der Quartiersarbeit durchgeführten Workshop vom 11.10.13., also aus der Gründerzeit:

„Kaum waren die Stände für die Info-Börse aufgebaut, sammelte sich dort Workshop-TeilnehmerInnen aller Generationen. Sowohl denen, die sich für das Thema urbanes Gärtnern interessierten, als auch den bereits Projekt erfahrenen wurde viel geboten. Neben Büchern zu verschiedenen Gemüsepflanzen und Flyern zu regionalen Projekten gab es einige Produkte zum Anschauen und Kaufen wie Getreidesorten und Samentütchen aus dem Kaiserstühler Samengarten oder Honig von der Vauban-Imkerei. Der Erlös vom Honigstand kam dem WandelGarten Vauban zugute.

Eine Bilderschau zeigte die kreative Entwicklung dieses neuen Projektes auf dem westlichen Gelände des Weidenpalastes. Schon in der ersten Saison hat die Gruppe z.B. Tomaten, Mais , Kartoffeln und Kürbisse gepflanzt und über die Sommerzeit hinweg abendliche Gießrunden organisiert.
Bei leckerer Kürbissuppe mit selbst gebackenem Brot kam es bereits zu einem Erfahrungsaustausch. Im nachfolgenden Podiumsgespräch wurden verschiedene Aspekte vertieft. Martin Leser, Leiter der Gartenamtsabteilung, steht dem Trend zum städtischen Gärtnern positiv gegenüber und möchte es durch die Bereitstellung geeigneter öffentlicher Flächen oder auch Material wie Gartenerde unterstützen – gemeinsam mit Mitarbeiterinnen von ‚Freiburg packt an’. Monica Lüers und Hartmut Wagner, die den WandelGarten mitbegründet haben, berichteten vom Anstoß für dies Projekt durch die Transition Town Bewegung und betonen, das neben dem Experimentieren und Kennen lernen von naturgemäßen Anbau auch die soziale Komponente eine Rolle spiele.
Denis Blümel von Transition Town Freiburg stellte in einem ausführlicherem Beitrag das urbane Gärtnern in einen geschichtlichen Kontext, die Organisation ProSpeciaRara Deutschland und der Kaiserstühler Samengarten, die 2011 ein gemeinsames Netzwerk zur Züchtung und Verbreitung seltenen gewordener Nutzpflanzen gegründet haben beschrieben die Kooperation mit anderen züchterisch tätigen Betrieben und die Bedeutung von Vielfalt und alten Sorten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft oder auch zur Selbstversorgung.“

So sind insbesondere zahlreiche Hügelbeete und Hochbeete mit Gemüse, Salat und Obst entstanden, und es wurden und werden neue nachhaltige Methoden des Anpflanzens und der Bodendüngung (beispielsweise durch „Wurmfarmen“ und Bokashi) erprobt, die zeigen, dass auch weniger fruchtbarer Boden erfolgreich bepflanzt und als gemeinsamer städtischer Garten genutzt werden kann.

 

VERANSTALTUNG KAUFEN FÜR DIE MÜLLHALDE AM 11.07.14

Unter diesem Titel wurde eine brisante Frage angesprochen: Inwiefern ist bei neuen Geräten bereits der Verschleiß eingebaut? Aktuell werden solche Fälle mit dem Wort „Obsoleszenz“ bezeichnet. Axel Mayer vom BUND stellte die enorme Ressourcenverschwendung einer immer wieder erfahrbaren Strategie vor, die um den Umsatz zu fördern, die Verbraucher die Verbraucher täuscht. Buchautor Jürgen Reuß führte mit seiner Lesung im Detail aus, wie und wo z.B. ‚Sollbruchstellen eingebaut werden und zu welchen Folgen solch eine Wirtschaftsweise führt – gerade auch im Weltmaßstab. Unter den ZuhörerInnen waren zwei Initiatoren des Freiburger Reparaturcafés. Sie berichteten darüber, auf welch großes Interesse ihre Treffen zum gemeinsamen Reparieren gestoßen ist. Ein einziges Reparaturcafé wird für Freiburg viel zu wenig sein und sie würden es begrüßen, wenn in den Stadtteilen neue Cafés entstehen könnten. In Vauban haben sich, nach einem Aufruf der Quartiersarbeit im Stadteilmagazin, schon Interessenten für eine solche Initiative gefunden, aber weitere werden gesucht. Wer aktiv werden möchte, kann sich an den Stadtteilverein oder die Quartiersarbeit wenden. Infos zum Reparaturcafé
Freiburg unter: www.reparaturcafe-freiburg.de